30. März 2009
In den USA und mittlerweile auch globalisiert in Europa fielen in den 80-er Jahren 40% der Firmengewinne, Dividenden oder Zinsen auf ein Prozent der Bevölkerung. Die unteren vier Fünftel erhielten ein Viertel der Kapitaleinkommen. Inzwischen nimmt sich das reichste ein Prozent 60% aller Kapitaleinkommen, und achtzig Prozent der Bevölkerung müssen mit weniger als 10% auskommen. Dieses Wachstumsprinzip wird weiter favorisiert und erhält alle politische Unterstützung.

22. Februar 2009
Von einer Verstaatlichung der Banken wird abgeraten. Der Staat sei nicht der bessere Banker, wie man an den Landesbanken beobachten könne. Wer die schlechtesten Banker sind, hat sich jetzt herausgestellt. Die zu unterbieten, wird auch einem durchschnittlich begabten Beamten schwerfallen.
Ein Link, der lohnt: Bad Bank kommt von Bad Banking

28. Januar 2009
Die Bundesregierung lernt aus der Vergangenheit und investiert in die Zukunft.
Kinder erhalten ab 01. Juli 2009 eine um 30% verringerte Hartz-IV-Regelleistung als Erwachsene. Die Banken erhalten 500 Milliarden Euro Soforthilfe.

14. Dezember 2008
Das Diakonische Werk hat 2006 300 Milliarden Euro erwirtschaftet. Davon wurden 222 Mrd. Euro für Investionen und Vermögensbildung verwendet. Lediglich 78 Mrd. Euro flossen an die Arbeitnehmer zurück.

15. September 2008
Die Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank wird von der Bundesregierung positiv gesehen.
Der Arbeitsplatz für die Bankangestellten scheint in dieser Legislaturperiode gesichert.

21. Juli 2008
Ethisch-moralisch verwerfliches Verhalten als Makel für Unternehmer gibt es nicht mehr. Auch für Politiker ist diese Klassifizierung ihres Verhaltens nicht mehr zulässig, da es nicht mehr als solches empfunden wird. Wenn aber ein solches Empfinden nicht mehr vorhanden ist, laufen Missbilligungen und Protest ins Leere.

26. Juni 2008
Verdeckte Arbeitgeber-Subventionen.
Der DGB stellt in einer niedersächsischen Arbeitsmarktanalyse fest, dass die Arbeitslosigkeit im Zeitraum von September 2006 bis September 2007 um 14,6% gesunken ist. Die Zahl der versicherungspflichtigen Beschäftigungen sind lediglich um 1,8% angestiegen. In den letzten 4 Jahren hat die Zahl der Arbeitnehmer, die neben ihrer regulären Arbeit zusätzlich einen Minijob angenommen haben, um 58% zugenommen. 123480 Arbeitnehmer werden zusätzlich vom Staat unterstützt.

26. Mai 2008
Kinderfreundliche Politik.
Vor Hartz IV erhielt ein Schulkind von sieben bis 13 Jahren 30% mehr Regelsatz als ein Säugling. Heute wird der Wachstumsbedarf der 7- bis 13-jährigen mit dem eines Säuglings gleichgesetzt. Somit fallen auch schulische Aufwendungen für das Kind weg. Da kommt der Vorschlag des Bundesministerium für Arbeit und Soziales gerade recht: "Werden die Kinder älter und brauchen mehr Geld für Essen, besteht ja die Möglichkeit, auf etwas anderes zu verzichten."

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund errechnet für eine gesunde Ernährung die Kosten von 2,16 pro 1000 kcal. Bei einem täglichen Kalorienbedarf von 2.450 kcal für ein 13-jähriges Kind müssten monatlich 158,76 zur Verfügung stehen. Die kinderfreundliche Politik unseres Landes gesteht jedoch nur 77,10 zu.

"Die Regelleistungen bilden das soziokulturelle Existenzminimum ab. Insoweit sind insbesondere die Ernährungsbedarfe gedeckt. Zusammenhänge zu Bildungsmöglichkeiten vermag ich nicht zu entdecken." (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 19.07.2007)

30. April 2008
Die Deutsche Bank hat ein Minus von 3 Milliarden Euro gemacht. Herr Akkermann fordert den Staat auf, die Verluste mitzutragen und belohnt sich mit einer zehn prozentigen Gehaltserhöhung.
Bei der Gewinnverwertung kommen die Banken dann wieder allein zurecht.

20. März 2008
Die Griechen müssen auf der Straße dafür kämpfen, damit ihnen die Rente nicht gekürzt und das Renteneintrittsalter herauf gesetzt wird.
Uns geht es doch gut. Wir kämpfen nicht - wir jammern.

20. März 2008
Fünf Jahre Irak-Krieg lässt sich George W. Bush 500 Milliarden Dollar und 14.000 Menschenleben kosten.

15. März 2008
Es muss doch einen geben...
...Es muss doch einen geben der als Namenschild trägt: "Meine Meinung ist das Gegenteil."
...Es muss doch einen geben bei dem Humor weh tut, wie Roberto Benigni.
...Es muss doch eine geben wie die Künstlerin, die mit roter Rostschutzfarbe an die Wand sprayt: Wenn jede Frau 'ne Knarre hat, ist es aus mit dem Patriarchat.
...Es muss doch einen geben der nicht heimlich CDs brennt - sondern Schnaps.
(von Matthias Brenner)

12. März 2008
Bald fahren wir alle mit Biokraftstoff. Der kommt dann aus Südamerika, Afrika und Indonesien. Dort werden jetzt bereits die Wälder für neue Anbauflächen gerodet. Und die Bevölkerung muss hungern, weil die Nahrung knapp wird.
Das wird wieder ein gutes Geschäft.

12. März 2008
Von der Nahrung, die für die Herstellung von 50 Liter Biokraftstoff aufgewendet wird, kann sich ein Kind in Sambia 1 Jahr ernähren. Wir fahren damit mal kurz nach München ...kostet ja nichts.

12. Februar 2008
Gentechnik ist Patentrecht. Patentrecht ist Eigentumsrecht.
Der Patent-Mogul Monsanto will sich das Schwein patentieren lassen, samt den bestehenden Schweineherden. Damit erhält Monasanto das Eigentumsrecht auf fast jedes Schwein. Denn die meisten Schweine tragen bereits über Generationen das Genom, auf das sich Monsanto's Patente stützen. Jeder Bauer verliert dadurch seine gesamte Herde und gerät in Abhängigkeit des Konzerns. Er darf nur noch das füttern, was Monsanto vorschreibt: Futtermittel vom Gentechnik-Konzern Monsanto. Ziel ist es, das Weltmonopol der Ernährungskette an sich zu reißen.
Ein Link, der lohnt: Monsanto will weltweites Schweine-Monopol

02. Februar 2008
Das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen stellt fest:
Der Anteil gering bezahlter Beschäftigter ist von 1995 bis 2006 um 43% gestiegen. Davon sei fast jeder vierte Beschäftigte betroffen.

27. Januar 2008
Die Analysten von Barclay rechnen mit etwa 145 Mrd. Dollar, um die Folgen der Kreditkrise auszugleichen.
Dieses Geld ist ja nicht weg. Es hat nur ein anderer.

07. Januar 2008
Haben wir erst einmal die Videoüberwachung von Großbritannien und die Sicherheitsmaßnahmen von Spanien, dann bekommen wir auch die Sicherheit, die IRA und ETA geprägt haben.

29. Dezember 2007
Conti scheint die Steuern für VDO zurück erhalten zu haben. Man denkt bereits über Verlagerungen ins Ausland nach. Es sei denn, der Anteil der Arbeitskosten bei der Produktion überschreitet nicht 5 bis 6 %. Was ist Arbeit heute noch wert?

01. Dezember 2007
Aufschwung in Niedersachsen: Von 2003 bis 2007 sind insgesamt 20.000 Arbeitsplätze vernichtet worden. Und alle haben still gehalten. Wie kann da Herr Hundt den Gewerkschaften arbeitsplatzvernichtende Forderungen unterstellen.

28. November 2007
Praktizierter Umweltschutz: Wichtig ist, der Dieselrußpartikelfilter ist bezahlt und kostenpflichtig eingebaut worden. Funktionieren muss der nicht.
Mit der entsprechenden Plakette nimmt man am Verkehr teil. Die möchten wir selbstverständlich vergütet wissen.

28. November 2007
Die Rente mit 70 ist sicher.

05. November 2007
Endlich: Mindestlohn für Politiker.
7668 Euro bei geringfügiger Senkung der Altersversorgung. Ein Problem ist damit gelöst. Erfolge müssen gefeiert werden.
Mit den anderen Problemen wollen sie sich noch Zeit lassen - Mindestlohn im Handwerk, Dienstleistung und Handel, Anhebung des Existensminimums, Verlängerung von Leistungsansprüchen bei Arbeitslosigkeit, Revidierung der Gesetzgebung zur Pendlerpauschale...

31. Oktober 2007
Es ist Gesetz, dass ab dem 21. Kilometer der Weg zur Arbeit steuerbegünstigt ist. Es ist Gesetz, wenn VDO Steuern gezahlt hat und von Conti aufgekauft wird, Conti die von VDO gezahlten Steuern per Gesetz zurück fordert. Gesetz ist eine Handelsware.

28. Oktober 2007
Die Politiker zeigen sich großzügig. Sie wollen den über fünfzigjährigen Arbeitslosen 800 Mio. € von dem Geld zurückgeben, was sie den Arbeitslosenpflichtversicherten genommen haben.
Von den übrigen 7 Mrd. € Überschuss sprechen sie nicht so gerne. Die beansprucht sicherlich die Versichertengruppe der Arbeitgeber. Herr Hundt kümmert sich.
Wo sind eigentlich die Vertreter der Arbeitnehmer? Haben die Medien sie vergessen? Sie sind so leise. Oder haben die nichts zu sagen?

05. Oktober 2007
Die Wahlkampfversprechungen beginnen.
Der Aufschwung ist da.
Die Unternehmen freuen sich.
Einstellungen erfolgten lediglich im Niedriglohnbereich und im Wesentlichen bei Leiharbeitsfirmen.
5.000.000 Beschäftigte können mit ihrem Arbeitseinkommen nicht ihren Lebensunterhalt sichern.
Reicht es dem Staat lediglich von der Sozialversicherungspflicht der Leistungsempfänger entlastet zu werden?
Na ja, es zahlt jemand anderer: der sozialversicherungspflichtige niedriglohnbeschäftigte Leistungsempfänger.

03. September 2007
Herrn Schäuble ist es zu ruhig und greift durch. Er läßt verlauten: "Die Heraufsetzung der Altersgrenze für den Besitz großkalibriger Waffen habe keinen messbaren Sicherheitsgewinn gebracht". Es sollen 18-jährige wieder großkalibrige Waffen tragen dürfen. Ohnedem bekommt er einfach keine Gesetze durch.
Sucht Herr Schäuble wohlmöglich für seine Zwecke neue Waffenträger und junge Schützen. Oder war es für ihn unterhaltsamer, als es mehr Tote in den Schulen gab?

28. Juli 2007
Die Wirtschaftsunternehmen bedanken sich bei der Bundesregierung für die faire Politik ihnen gegenüber.
So konnten sich Rüstungsunternehmen durch Finanzierungen von Empfänge, Essen, Bälle und Eintrittskarten dem Verteidigungsministerium gegenüber erkenntlich zeigen.
SAP sponsert den IT-Gipfel unserer Kanzlerin.
Telekom, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, BASF, BMW, VW, Vattenfall und viele mehr, danken dem Finanz- und Wirtschaftsministerium mit einem reichhaltigen Spendenaufkommen, und die Tabakindustrie spendiert beim Gesundheitsministerium.
Man weiß, wo man hingehört.

27. Juli 2007
In der Wirtschaft geht es bergauf. Die Gehälter konnten im Zeitraum von 2005 bis 2006 durchschnittlich um 19% gesteigert werden. Gut, erst einmal bei den Vorstandsvorsitzenden der 30 Dax-Unternehmen.
Doch die Aufsichtsräte, deren Aufgabe es ist die Vorstände kontrollieren, haben aufgepasst. Sie haben sich einen Aufschlag von 16% genehmigt.
Dank der solidarische Kompensationsbereitschaft der Beschäftigten konnte dieses gute Ergebnis erzielt werden.

17. Juli 2007
Vorsicht: Herr Schäuble ruft zur Verschwörung gegen die Rechtstaatlichkeit auf. Bisher waren seine Attacken Ablenkungsmanöver und Testballons...

29. Juni 2007
Leiten heißt delegieren. Deshalb delegiert die Konzernspitze von Siemens die durch die Geldstrafen wegen Korruption entstehenden Mehrkosten an ihre Mitarbeiter.

02. Juni 2007
Wir gedenken Benno Ohnesorg, der heute vor 40 Jahren bei einer Demonstration gegen den Besuch des totalitären Schahs Reza Pahlawi in Berlin von einem Polizisten wehrlos am Boden liegend erschossen wurde. Der Polizist wurde von der deutschen Justiz freigesprochen.

30. Mai 2007
Die Kunst der Personalführung zeigt sich zum Beispiel in der Befähigung, den Mitarbeitern die Reibungshitze, die entsteht, während sie über den Tisch gezogen werden, als Ausdruck von Nestwärme zu vermitteln.

27. Mai 2007
Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan teilt mit:
Die Berufe Tapetendrucker, Revolverdreher und Handschuhmacher werden gestrichen.
Gibt es nichts wichtigeres zu berichten?

13. Mai 2007
Die Hedge Fonds machen den Weg frei für die Championsleague.

21. April 2007
Möchte Herr Pierer die gleiche Fairness erwarten, die jeder Arbeitslose zu erwarten hat?
Diese Erwartung zu haben ist erst einmal nichts Unrechtes.
Es gibt allerdings auch den einen oder anderen Arbeitslosen, der mit Herrn Pierer tauschen würde.

20. April 2007
Die National Rifle Association warnt davor Waffen zu verbieten. Denn gerade an Orten, wo Waffen veboten sind, wie z.B. Postämter, werden sie am häufigsten benutzt.
Soll heißen: Wir brauchen noch mehr Waffen an Orten, wo sie verboten sind.
Ein Lehrer, der eine Waffe trägt, könne seine Schüler beschützen.
Haben die zu viel Schießpulver geschnupft?

19. März 2007
Unsere Politiker kommen ihrer Fürsorgepflicht gegenüber den Unternehmern nach
und werden ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Arbeitslosen weiter verschärfen.

13. März 2007
Es ist schon eine Zumutung, Leuten wie Schünemann oder Busemann zuhören zu müssen.
Schlimm ist, dass sie genauso regieren.

28. Februar 2007
Die Arbeitgeber setzen neue Maßstäbe
und fordern von ihren Beschäftigten Anpassung an den Markt -
meinen aber Lohnkürzung...äh...Profitgier.

26. Februar 2007
Die Arbeitgeber im Diakonischen Werk verhalten sich christlich.
Sie predigen ihren Arbeitnehmerinnen: geben ist seeliger denn nehmen
und fordern 13% Lohnkürzung.

04. Februar 2007
Man hätte es längst seit "Global 2000" wissen müssen, doch jetzt ist es amtlich:
nicht erst unsere Urenkel, nein unsere Kinder zahlen bereits die Zeche für den Coctail,
den wir unserer Umwelt mixen und vorsetzen.

28. Januar 2007
"Ich würde heute nicht anders entscheiden" sagt Herr Steinmeier.
Wer wählt einen Politiker in ein Amt über Gesetze zu entscheiden,
der seinen Nachbarn unschuldig im Gefängnis sitzen lassen würde?

21. Januar 2007
Freundlich ist, wenn dem Bündnispartner die Möglichkeit eingeräumt wird so zu tun,
als ob auf seine Interventionen hin ein Gefangener aus Guantanamo freigelassen wird.
Unfreundlich ist, wenn der Bündnispartner sich weigert zu intervenieren.
Rechtsbruch ist, wenn man gar nicht will, dass der Gefangene freigelassen wird.
Unverschämt und Willkür ist, wenn man dem Gefangenen unterstellt,
er könnte durch die Gefangenschaft zum Terroristen geworden sein.
Eine freundliche Gesellschaft.

14. Januar 2007
Kennst Du einen schwulen Fußballprofi? Ich kenne auch keinen schwulen Boxprofi.

07. Januar 2007
Wir forschen für eine Medizin, die wir nicht bezahlen können.
Gut, manche schon. Medizin ist halt sehr persönlich.

Die Pipeline nennt sich weiterhin "Drujba" (Freundschaft),
auch wenn der Hahn abgedreht wird. Das ist Freundschaft.

Deutschland ist Exportweltmeister 2006.
Dabei wurde die meiste Arbeit im Ausland in den Auslagerungsbetrieben geleistet.

Die Gewinne der Unternehmen haben die Erwartungen weit übertroffen.
Das ist die beste Zeit für Abfindungen beim Personalabbau.
Die Gewinnmargen für das nächste Jahr sind bereits gesetzt.